Sollten Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein, so ist die Zusage für eine Behandlung an die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) gekoppelt. Diese wurden 2002 von den gesetzlichen Krankenkassen eingeführt. Das KIG-System ist ein befundbezogenes Schema zur Einstufung des kieferorthopädischen Behandlungsbedarfs im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung. Es wurden acht Indikationsgruppen mit fünf Graden des Behandlungsbedarfs festgelegt. Um eine vertragszahnärztliche Leistung darzustellen muss mindestens ein Grad 3 erreicht werden. Die Bewertung und Zuordnung erfolgt klinisch am Stuhl sowie über Modelle vor Behandlungsbeginn.

Im frühen Wechselgebiss kann eine Frühbehandlung erfolgen. Diese dauert maximal 1,5 Jahre. Ab dem späten Wechselgebiss ist eine Hauptbehandlung möglich.

Ab dem 18. Lebensjahr ist die vertragszahnärztliche Versorgung nur noch eingeschränkt möglich, da eine skelettale Anomalie vorliegen muss, die eine chirurgische Intervention benötigt.